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AKTUELLES

TAG DER OFFENEN TÜR

Jedes Jahr, am ersten Samstag im November, lädt die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH zum Tag der offenen Tür in die Krematorien Kiel, Lübeck und Tornesch ein. Sie können an einer der zahlreichen Führungen teilnehmen sowie den Bestattern und Mitarbeitern vor Ort fachliche Fragen zum Thema Feuerbestattung stellen. Uns ist es wichtig, über Transparenz in den Dialog mit Ihnen zu treten. Nach wie vor stellen die Themen Tod und Trauer in der Gesellschaft ein Tabu dar, obwohl sie jeden einmal betreffen.

Termin: Samstag, 03. November 2018

PRESSE

Würdevolle Bestattungen

Pinneberger Tageblatt, 15. Oktober 2016
Informationstag – Krematorium Tornesch lädt Interessierte Gäste für den 5. November

Was passiert innerhalb eines Krematoriums? Darüber möchte die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH, Betreiberin des Krematoriums in Tornesch, informieren und lädt zum „Tag der offenen Tür“ in das Krematorium im Gewerbegebiet Tornesch an der A 23 ein.

Am Sonnabend, 5. November, können auch Besucher von 10 bis 16 Uhr das Krematorium Tornesch, Lise-Meitner-Allee 10, anschauen. Ziel des „Tags der offenen Tür“ ist die nachhaltige Information der Bevölkerung zum Thema Feuerbestattung: Dabei geht es konkret um die Frage, wie eine Feuerbestattung abläuft und wie das Krematorium Tornesch arbeitet. „Darf Oma ihr Lieblingskleid anbehalten?“, „Ist wirklich nur die Asche von Tante Lene in der Urne?“ und „Welche Vorteile habe ich bei der Entscheidung für eine Feuerbestattung?“ sind einige der Fragen, die im vergangenen Jahr gestellt wurden – und die von den Mitarbeitern sicher wieder beantwortet werden. Denn die Feuerbestattung ist in Deutschland zwar die alternative Bestattungsform zur Erdbestattung, doch das war nicht immer so: Noch im 19. Jahrhundert war eine Feuerbestattung nur wenigen Bürgern in Deutschland möglich, da sie kostenintensiver als eine Erdbestattung war und einer besonderen geistigen Haltung bedurfte. 1878 wurde in Gotha das erste deutsche Krematorium gebaut.

Die Kirche stellte sich damals anfangs dagegen, denn eine Verfügung vom 13. Dezember 1887 besagte, dass eine Leichenverbrennung mit der christlichen Sitte in Widerspruch stehe und die Aufnahme der Aschereste auf dem Kirchhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden unstatthaft sei.

Ab März 1903 durften Geistliche nach eigenem Ermessen entscheiden, wie sie die Familien, die eine Feuerbestattung wünschten, seelsorgerisch betreuten. Gesetzliche Grundlagen fehlten. Erst mit der Unterzeichnung des Feuerbestattungsgesetzes am 14. September 1911 durch den preußischen König war es möglich, in Preußen Krematorien zu bauen. Die Anerkennung der Feuerbestattung durch die evangelische Kirche erfolgte im Jahr 1920.

1965 stellte die katholische Kirche zum Ende des zweiten Vatikanischen Konzils eine Gleichwertigkeit zwischen Feuer- und Erdbestattungen her. Seitdem nimmt diese Form prozentual immer mehr zu und hat ihren festen Platz in der Begräbniskultur eingenommen.

Im Krematorium Tornesch können die Angehörigen zum Zeitpunkt der Einäscherung dabei sein. Die Urnenbeisetzung kann dann schnellst möglich durchgeführt werden.

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Infos zur Feuerbestattung

Ueternsener Nachrichten, 01. November 2016
Krematorium Tornesch – Tag der offenen Tür am 5. November mit Führungen und Gesprächen

Wie läuft eine Feuerbestattung ab? Wie arbeitet das Krematorium Tornesch? Diese und andere Fragen werden Interessierten am Sonnabend, 5. November, im Krematorium Tornesch, Lise-Meitner-Allee 10, beantwortet. Die Betreiberin des Krematoriums, die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH, lädt von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Die Mitarbeiter des Krematoriums werden bei Führungen die Räume des Krematoriums zeigen und Erläuterungen zum Ablauf einer Einäscherung geben. 2004 hat das Krematorium Tornesch als zweites privates Krematorium in Schleswig-Holstein seinen Betrieb aufgenommen. Seit 2010 gibt es einen würdevoll gestalteten Abschiedsraum, in dem Trauernde auf Wunsch am offenen Sarg von dem Verstorbenen Abschied nehmen können. Denn Angehörige dürfen zum Zeitpunkt der Einäscherung anwesend sein und vom Abschiedsraum durch eine Fensterscheibe das Einfahren des Sarges in den Verbrennungsofen verfolgen.

Die Mitarbeiter des Krematoriums werden umfassend Einblick in das Thema Feuerbestattung geben und Fragen zu den Abläufen beantworten. Die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH verfolgt als Dienstleister in der Region das Ziel, der Bevölkerung als Partner bei Fragen zur Trauerkultur zur Verfügung zu stehen und ist bestrebt, zur Enttabuisierung der Themen Sterben, Tod und Trauer beizutragen. Die Feuerbestattung ist zu einer alternativen Bestattungsform zur Erdbestattung geworden. In deutschen Großstädten ist heute mehr als die Hälfte aller Bestattungen eine Feuerbestattung. Noch im 19. Jahrhundert war die Feuerbestattung nur wenigen Bürgern in Deutschland möglich, da sie kostenintensiver als eine Erdbestattung war und einer besonderen geistigen Haltung bedurfte. 1887 wurde in Gotha das erste deutsche Krematorium gebaut.

Ein Blick in die Historie zeigt jedoch, dass noch in der europäischen Antike Feuerbestattungen die häufigste Bestattungsform waren. Der stärker werdende Einfluss des Christentums brachte allerdings 789 das Verbot der Feuerbestattung mit sich. Die Zeit der Aufklärung, gesellschaftliche Veränderungen und das Wissen um die Bedeutung von Hygiene führten zu einem Umdenken in gebildeten bürgerlichen Kreisen.

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Informationen rund um die Feuerbestattung

Dithmarscher Landeszeitung, 04. November 2016

Wie läuft eine Feuerbestattung ab? Dürfen Verstorbene ihre Lieblingskleidung anbehalten? Was kommt in die Urne? Das sind nur einige der Fragen, die viele Menschen interessieren.

Beim Tag der offenen Tür im Krematorium in Tornesch bekommen sie Antworten darauf. Die Bestattungskultur ändert sich. War es in Dithmarschen um 1970 noch üblich, im Sarg auf dem Friedhof begraben zu werden, liegt heutzutage der Anteil der Feuerbestattungen bei rund 65 Prozent.

Die Mehrzahl der Verstorbenen aus Dithmarschen wird im Krematorium in Tornesch den Flammen übergeben. Da sich zahlreiche Menschen mit dem Thema beschäftigen, wird dort in jedem Jahr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, zu dem jeweils mehrere Hundert Besucher gekommen sind.

Die nächste Gelegenheit, sich die Einrichtung anzuschauen, besteht am Sonnabend, 5. November. Von 10 bis 16 Uhr können sich Interessierte an der Lise-Meitner-Allee 10 in Tornesch über Feuerbestattungen informieren. „Eine große Sorge älterer Menschen ist, dass die Grabpflege nach ihrem Tod vernachlässigt wird“, sagt Betriebsleiter Heiko Schändel. Aus diesem Grund falle immer öfter die Entscheidung für eine Urnenbestattung. Der Kremationstechniker rät, sich rechtzeitig Gedanken über den eigenen Tod zu machen und das Ergebnis des Angehörigen mitzuteilen. Dadurch werde ihnen eine große Last abgenommen.

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Am Tag der offenen Tür im Krematorium

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, 04. November 2016

Vor genau 100 Jahren nahm das Kieler Krematorium seinen Betrieb auf. Am Sonnabend können sich die Gäste beim Tag der offenen Tür über die Feuerbestattung informieren und die modernen Anlagen in Augenschein nehmen. „Wir wollen den Bürgern zeigen, dass Tod und Bestattungen keine Tabuthemen sind“, so Ralf Paulsen, Geschäftsführer des Bestattungshauses Paulsen. In Kiel sind heute 85 Prozent aller Bestattungen Feuerbestattungen. Das war nicht immer so. Über Jahrhunderte waren sie unüblich, oft sogar verboten. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie wieder Thema – aus hygienischen Gründen und weil der Platz auf den Zentralfriedhöfen knapp wurde. 1878 ging das erste deutsche Krematorium in Gotha in Betrieb, im Kieler Krematorium wurde im Februar 1916 als Erster der Reeder F.-J.-A. Paulsen eingeäschert. 1923 wurde ein zweiter Ofen in Betrieb genommen, auch eine Trauerhalle war dem Krematorium angeschlossen.

Ralf Paulsens Vater Klaus-Peter störte sich besonders an der Bürokratie, mit der Einäscherungen in städtischen Krematorien einhergingen. Er gründete 1994 mit Kollegen einen Feuerbestattungsverein, um Krematorien auch privat zu betreiben. Nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen war er im Jahr 2000 am Ziel, wenig später kam das Angebot der Stadt Kiel, ihr Krematorium zu kaufen.

Heute betreibt die Feuerbestattungen Schleswig-Holstein GmbH, die aus dem Verein hervorgegangen ist, auch die Krematorien in Lübeck und Tornesch. Allein in Kiel können in den vier Öfen, die von 4 Uhr morgens bis 21Uhr abends laufen, über 30 Einäscherungen pro Tag vorgenommen werden. Das Personal ist geschult, wie Paulsenbetont. Alle Mitarbeiter haben einen handwerklichen Beruf erlernt und eine Zusatzqualifikation zum Kremationstechniker absolviert. Zu ihnen gehört Michael Huke (49). „Anfangs ist die Arbeit am Ofen schon ungewohnt. Aber danach ist es ein Job wie jeder andere“, sagt er. Und Paulsen ist überzeugt: In absehbarer Zeit wird der Kremationstechniker zum Ausbildungsberuf.

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Ein Blick hinter die Kulissen

Lübecker Nachrichten, 08. November 2016
Beim Tag der offenen Tür des Krematoriums kamen 100 Gäste

Was passiert bei einer Einäscherung eigentlich genau, und wie sieht ein Krematorium von innen aus? Was passiert mit Zahngold, und verbrennen Prothesen auch mit? Diesen und noch viel mehr Fragen stellten sich jetzt die Mitarbeiter des Krematoriums Lübeck bei einem Tag der offenen Tür.

Seit 2009 veranstaltet die Feuerbestattung Schleswig-Holstein GmbH, Betreiberin des Krematoriums Lübeck, den Tag der offenen Tür schon. War die Resonanz in den vergangenen Jahren sehr gut, kamen dieses Mal nicht ganz so viele Besucher. Rund 100 Interessierte ließen sich über den Tag verteilt erklären, wie das genaue Prozedere aussieht und genossen den angebotenen Kaffee und Kuchen. „Wir freuen uns immer über die Fragen“, sagt Krematoriums-Leiter Peter Berg. In mehreren Führungen durch die verschiedenen Räume des Krematoriums zeigten Berg und seine Kollegen, genau welchen Weg die Verstorbenen nehmen, warum eine Verwechselung unmöglich ist und dass der Amtsarzt jeden Leichnam noch einmal begutachtet. Rund 2500 Einäscherungen werden pro Jahr im Lübecker Krematorium durchgeführt. In städtischen Bereichen liege die Quote der Feuerbestattungen bei 90 Prozent, erklärt Berg. Im ländlichen Bereich lassen sich rund 60 Prozent einäschern. „Der Trend geht zur Einäscherung“, sagt Berg. Karl-Heinz Dahms und Frank Peters, Mitarbeiter des Krematoriums, zeigten den 15 Interessierten, die am Vormittag an einer der Führung teilnahmen, auch die beiden großen Verbrennungsöfen des Hauses, die auch bei Nicht-Betrieb eine große Hitze ausstrahlen. In ihm werden die sterblichen Überreste samt Sarg bei bis zu 1000 Grad verbrannt. „Zwischen 90 und 120 Minuten dauert es“, erklärte Dahms.

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Kieler Krematorium – Bestattung mit langer Tradition

Kieler Express, 30. November 2016

Die Feuerbestattung hat eine lange Tradition. Schon die Nordmänner ließen sich auf großen Holzstapeln einäschern. Seit 100 Jahren übernimmt das in Kiel das Kieler Krematorium am Friedhof Nord. Es ist ein großes Backsteingebäude, dessen Proportionen sich wahrscheinlich nicht von ungefähr an denen einer Kirche orientierten. Zwei Trauerhallen stehen für Hinterbliebene zur Verfügung, in der großen und der kleinen Halle können sich Trauergesellschaften von ihren Verstorbenen verabschieden. Meist steht dann ein Foto des Verstorbenen vorn, umrahmt von Blumen und Schleifen.

Der Leichnam selbst wurde dann in den meisten Fällen schon kremiert, verbrannt. „In Kiel liegt der Anteil der Feuerbestattungen bei rund 85 Prozent“, weiß Ralf Paulsen, Geschäftsführer der Kieler Feuerbestattung Schleswig-Holstein GmbH, die seit dem Jahr 2002 das Kieler Krematorium betreibt. An der Westküste beispielsweise liegt die Verbrennungsquote deutlich niedriger. Lediglich knapp 70 Prozent entscheiden sich dort für die Feuerbestattung. Ralf Paulsen führt das schlicht auf die räumliche Nähe zum Krematorium zurück: „Wir betreiben weitere Krematorien in Lübeck und Tornesch“, dann gebe es noch das Krematorium in Flensburg. Und weiter keine in Schleswig-Holstein.

85 Prozent der Kieler Verstorbenen also werden kremiert. Das bedeutet für das Kieler Krematorium jährlich rund 7.000 Verbrennungen. Oder etwa 20 täglich. Heute wird die Anlage von Bestattern betreut und betrieben, sie sind es, die 2002 einen Feuerbestattungsverein gründeten, um den geltenden Regelungen zu entsprechen, die da lauteten: Keine Krematorien in privater Hand. Mit dem Wechsel aus der öffentlichen in die private Hand habe sich die Leistung des Krematoriums für die Hinterbliebenen dramatisch verbessert. Früher, so Paulsen, habe eine Einäscherung schon mal drei Wochen gedauert. Heute brauche man im Schnittvier Tage und notfalls, „aber nur, wenn alle Papiere vorliegen“ gehe es auch sehr viel schneller. Die Papiere bestehen in diesem Fall hauptsächlich aus der Bescheinigung über die Durchführung einer zweiten Leichenschau. Das Feuerbestattungsgesetz aus dem Jahr 1934 schreibt zwingend eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt vor. Entsprechend, so Paulsen, sei ein Amtsarzt auch täglich in der Leichenhalle des Kieler Unternehmens anzutreffen.

Wenn alle Papiere zusammensind, wird durch ein ausgeklügeltes Verfahren sichergestellt, dass die Identität der Leiche und später der Asche immer einwandfrei festzustellen ist. Unter anderem werden dazu feuerfeste Schamottesteine mit Nummern geprägt, die gemeinsam mit der Leiche und dem Sarg verbrannt werden. „Der muss übrigens aus Vollholzsein“, sagt Ralf Paulsen. Wieso? „Es sind die mitgebrachten Holzanteile des Sarges, die den Leichnam verbrennen“, mit dem Gasbrenner des Ofens werde lediglich die Schamotte des Ofens nahezu rotglühend auf rund 850 Grad Celsius erhitzt und gegebenenfalls ein wenig nachgeholfen. „Die eigentliche Verbrennung beginnt damit, dass sich die Holzteile des Sarges in der glühend heißen Ofenkammer spontan entzünden.

Rund eineinhalb Stunden später ist die Verbrennung abgeschlossen, nun werden magnetische Teile –„dabei handelt es sich um die Griffe und Schrauben des Sarges“–ausgesondert, alle anderen Fremdteile wie zum Beispiel Implantate werden gemeinsam mit der Asche in die Aschekapsel gegeben. Dieser schlichte, zumeist aus Eisenblech gefertigte Behälter wird später vom Bestatter in eine Schmuckurne gelegt und dann beigesetzt.

Das bei der Verbrennung entstehende Rauchgas wird aufwändig gereinigt, und dieser Prozess ebenso aufwändig überwacht. Die Filterrückstände wandern, sicher eingeschlossen in blaulackierte 200-Liter-Stahlfässer, in einen Salzstock zur Endlagerung. Unter anderem Schwermetalle und radioaktive Isotope sind es, die die Filterreste zum Sondermüll machen.

Und was kostet das? „Rund 400 Euro werden pro Kremierung fällig“, weiß Ralf Paulsen, alles in allem lägen die Bestattungskosten für Feuer- und Erdbestattung in der gleichen Größenordnung. Was die Feuerbestattung an Sargträgern und Grabkosten spare, mache sie unter anderem durch höhere Transportkosten und die notwendige zweite Leichenschau wieder wett. Die Folgekosten jedoch, die seien deutlich niedriger: „Ein Urnengrab ist gerade mal ein Fünftel so groß wie das Grab, das für eine Erdbestattung benötigt wird.“

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